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In einer Urkunde des "Kapitels vor dem Wald" wurde zwischen 1260-1280 der Bau
einer frühgotischen, dreischiffigen und eintürmigen Kirche mit gewölbtem Mittelschiff
erwähnt.In der Westfassade der Kirche war der Turm eingebaut, der bis heute erhalten
geblieben ist. Sein Erdgeschoß öffnet sich spitzbogig nach allen Seiten. Die Turmfenster
im obersten Stock sind mit ihrem geschwungenen Sturz ein Beispiel frühgotischer
Fensterformen. Der auf der Westseite liegende Eingang ist schmucklos. Heute ist, wie
bereits gesagt, nur noch der Turm zu sehen, und zwar ohne Dach, sowie die Ansätze der
Seitenschiffmauern.
Ein weiteres Mal wurde Petersdorf im Jahre 1309 urkundlich erwähnt, als Michael, der
Pleban (Pfarrer) von "Villa Petri" zusammen mit den Pfarrern Heinrich von
Mühlbach, Bechthold von Kelling, Gottschalk von Winz u.a. am Zehntprozeß gegen das
Weißenburger (Karlsburger) Dom-Kapitel beteiligt war.
1324 wurde eine "Villa sub Castro Petri" als Besitztum des Kellinger
Gräfenhauses erwähnt. Als "Castrum Petri" wurde aber die Saszcorer Burg
bezeichnet, die etwa 7 km südlich von Petersdorf auf einem Berg liegt, von der nur noch
gräulich schwarze Überreste in das Tal hinabschauen, da sie der Zerstörungskunst der
Mongolen, Tataren und Türken nicht standhalten konnte. In unbekannter Zeit zerstört,
mahnt nur noch der Name "Saszcor" an ihre einst deutschen Besitzer. Ob der
Erbauer dieser Burg, mit Petrus, nach dem Petersdorf den Namen führt, identisch ist, kann
mit den bisher bekannten Urkunden nicht beantwortet werden. Letztendlich ist dann
Petersdorf mit diesem Namen geblieben.
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