geschichte des dorfes


2880vChr115012601324Mittelalter19Jhd20Jhdheute

19Jhd
 

1805 wurde am Ostufer des Mühlbaches die neue evangelische Saalkirche errichtet. Diese Kirche hat einen 37 m hohen Turm auf der Westseite sowie innen ein Rundgewölbe mit Stichkappen und ein klassizistisches Dekor.
Zu dieser Zeit lagen Kirche bzw. Burg und das Dorf an den entgegengesetzten Ufern des Baches. Da es höchst unwahrscheinlich ist, daß dies bei der Erbauung der alten Kirchenburg auch der Fall war, liegt die Vermutung nahe, daß der Bach ursprünglich auf der anderen Seite des Dorfes entlangfloß und durch ein bisher undokumentiertes Ereignis in sein jetziges Flußbett verschlagen wurde.
1842-1846 wurde eine orthodoxe Kirche gebaut.
Die deutsche Schule neben der neuen evangelischen Kirche wurde 1845 eingeweiht. Zu diesem Zeitpunkt war das Gebäude noch ebenerdig und beherbergte drei Schulklassen.
1852 gründete ein Privatmann die Papierfabrik. 1854 brannte sie aber völlig ab und wurde dann bis 1858 wieder aufgebaut.
1869 wurden in einem Steuerbuch 200 sächsische Familien erwähnt, sowie einige ungarische und rumänische.
1871 ging die Papierfabrik in den Besitz der "Neusiedler Actiengesellschaft für Papierfabrikation" über. Sie wurde umgebaut und vergrößert, sodaß 1879 ein Drittel des siebenbürgischen Papiers aus dieser Fabrik kam.
1875 wurden bei der Visitation von Bischof Georg Daniel Teutsch an der Petersdorfer Schule 139 Kinder gezählt, die von 3 Lehrern unterrichtet wurden.
1875 wurde in der 1805 erbauten Kirche ein neuer Altar aufgestellt, und zwar ein dreiteiliger, der im klassizistischen Stil gestaltet wurde. Darauf sind 4 Bilder zu sehen: in der Mitte - der Auferstandene, rechts und links - Apostel, sowie über dem Auferstandenen ein segnender Engel.
1888 wurde das Schulgebäude aufgestockt, so daß es sein heutiges Aussehen erreichte. In diesem Gebäde werden bis auf den heutigen Tag sechs der zwölf Klassen der Unterstufe (Klasse 1 bis 4) untergebracht.
1893 wurde eine Eisenbahnstrecke fertiggestellt, die die Papierfabrik noch heute mit dem Mühlbacher Bahnhof verbindet. Dieser Bau führte zu einem kräftigen Anschub der Papierproduktion. So wurde z.B. die Jahresproduktion 1910 von cca. 5600 t Papier vor allem nach Budapest, Österreich, Serbien und Bulgarien verkauft.
1895 bekommt die Kirche eine neue Orgel von der österreichischen Firma Rieger.

 

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