
Von Prikulitschen
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Prikulitschen waren Männer,
die sich in Werwolf-Manier in sehr große Hunde verwandelten. Man konnte diese Leute von
ihrem Fluch befreien, wenn man mit einer Heugabel auf die Hunde einstach, bis das Blut
floß.
So kam eines Abends ein Mann aus der Mühle.
Es war dunkel und er hatte eine Laterne in der Hand. Auf einem Stein saß ein großer weißer Hund,
der dem Mann sehr verdächtig vorkam:"Das muß ein Prikulitsch sein." Er ging
mit der Laterne auf ihn zu. Der Hund knurrte, doch der Mann leuchtete ihm trotzdem ins
Gesicht. An den Gesichtszügen glaubte er einen seiner Nachbarn erkannt zu haben,
und erzählte das fortan im ganzen Dorf herum.
Ein paar Wochen später, war demselben Mann wieder der weiße Hund aufgefallen, dieses Mal aber
vor seiner eigenen Haustür. Um ihn herum scharten sich die ganzen Hunde aus der Nachbarschaft, dieser Hund war
sowas wie ein Leithund. Eigentlich hätte der Hund jetzt von seinem Fluch erlöst werden müssen, aber man
traue sich einmal in einen Rudel Hunde hinein, und steche auf ihren Anführer ein. Zudem gab es immer noch
Leute, die den Mann, der die Geschichte herumerzählte, als Spinner bezeichnet hatten.
Als nach vielen Jahren der alte Nachbar starb, geschah
es dann tatsächlich, daß an dem Abend, als die Leute zur Totenwache kamen, alle Hunde aus der Umgebung
bellten und heulten. Sogar in das Totenzimmer kamen sie und gingen um den Sarg herum, so
daß sich die Trauernden ihrer nicht erwehren konnten. Für die Trauergäste war es dann endgültig ein
Zeichen, daß der Tote der Prikulitsch gewesen war, von dem erzählt wurde.
mündliche Überlieferung aus Petersdorf
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