Heimatsorganisationsgemeinschaft 
HOG Petersdorf


Neue Schule auf alter Gasse
Lehrer für private deutsche Schule gesucht

mm.Mühlbach - Fährt man nach Petersdorf/Petresti, erscheinen beim Eingang in diese Ortschaft die Umrisse eines Gebäudes, das durch sein Aussehen an die Zeit erinnert, in der Siebenbürger Deutsche und Rumänen miteinander lebten.
Im Herbst des Jahres 2002 wurde hier die erste deutsche private Grundschule mit Klassen I-IV im Kreis Alba eröffnet. In den vier Unterrichtsklassen dürfen die Schüler eine erstklassige Ausbildung genießen. Die Aneignung, sowie die Festigung der Kenntnisse erfolgt nicht nur durch das Einsetzen moderner Lehr- und Lernmethoden, sondern auch mit Hilfe eines gut ausgebauten Computersystems und einer hervorragenden technischen Ausstattung.
Die positiven Ergebnisse, die wir in diesem Schuljahr erzielt haben, berechtigen uns, an eine Erweiterung zu denken. Demnächst möchten wir sowohl neue Kinder aufnehmen, als auch neue Lehrkräfte anstellen.
Interessenten und Interessentinnen können uns bis am 15. Juni ansprechen, um somit den Arbeitsplan für das kommende Schuljahr zu vervollständigen.
Unsere Anschrift lautet:
Scoala Generala cu cls. I-IV "Onisim"
Str. Ogor Nou Nr. 1
Petresti, jud.Alba
Tel.: 0258 - 743083
Fax: 0258 - 743807

erschienen in: Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien, 20. Mai 2003

Schule und Kirche in Petersdorf
Gegendarstellung zum Artikel "Neue Schule auf alter Gasse" aus ADZ, 11.Jg.,Nr.2626,20.Mai, S.4

Im Artikel unter der Überschrift "Neue Schule auf alter Gasse" aus der ADZ vom 20. Mai 2003 wird die erste deutsche private Grundschule in Petersdorf erwähnt, die an die Zeit erinnern würde, in der Siebenbürger Deutsche und Rumänen miteinander lebten. Diese Formulierung erweckt den Eindruck, als gäbe es heute in Petersdorf die Siebenbürger Sachsen mit ihrer reichen Tradidion nicht mehr. Deshalb möchten wir auf die bestehende Evangelische Kirchengemeinde A.B. Petersdorf hinweisen, die mit ihren circa 200 Mitgliedern zu den größten Landgemeinden unserer lutherischen Kirche gehört. Darüber hinaus stellen wir fest, daß uns als evangelisch-lutherische Gemeinde an einem guten Verhältnis zu unsern orthodoxen Schwestern und Brüdern gelegen ist. Wir möchten gut und in gegenseitigem Respekt mit unsern Nachbarn leben. Dazu gehört auch, daß wir gute Beziehungen zu den Bildungseinrichtungen deutscher Sprache wünschen und pflegen, die es in Petersdorf schon seit jeher gibt: die beiden deutschen Kindergärten mit 22 bzw. 23 kindern, die Grundschule mit 42 Kindern und die Gymnasialstufe mit gegenwärtig 38 Kindern. Das sind insgesamt insgesamt 125 Kinder. Wenn darüber hinaus etwas zur Förderung der deutschen Sprache und Kultur getan werden kann, soll uns das freuen. Allerdings sollte die konfessionelle Ausrichtung der betreffenden Einrichtung von vornherein offen und klar benannt werden, was in dem zitierten Artikel nicht geschehen ist. Zugleich scheint uns der Hinweis auf die bereits bestehenden traditionellen Bildungseinrichtungen deutscher Sorache an diese Stelle wesentlich zu sein.
Wolfgang Wünsch, Pfarrer in Petersdorf
Konrad Kirr, Kurator in Petersdorf

erschienen in: Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien, 27. Mai 2003

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